Ressource: 48 neue Dokumente im Archiv der KZ-Gedenkstätte Dachau
Das Archiv der KZ-Gedenkstätte Dachau hat 48 Dokumente übernommen, überwiegend Briefe und Karten ehemaliger Häftlinge. Sie gehörten zu einem Konvolut von mehr als 600 Dokumenten, das im November 2025 versteigert werden sollte. Nach Kritik von Gedenkorten wie Auschwitz-Birkenau und wachsendem politischem Druck wurde die Auktion abgesagt, der Ankauf erfolgte über Darlehen und Spenden. Die Übergabe fand im Juli 2026 im nordrhein-westfälischen Landtag statt. Die Briefe stammen aus der Zeit zwischen November 1933 und März 1945 und zeigen, wie der Kontakt zu den Angehörigen aussah. Stempel der Postzensurstelle und geschwärzte Passagen belegen, wie streng dieser Kontakt kontrolliert wurde. Erlaubt waren höchstens zwei Briefe im Monat. Der Bestand ist inzwischen vollständig erschlossen und steht für die Forschung zur Verfügung.
Alle Nachrichten anzeigen